Etappe 10: Unterschied zwischen den Versionen
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Nach dem Aufbruch vom Tuxer-Joch-Haus (A) wandern wir nun zunächst auf der Zufahrtsstraße zur Hütte bergab in Richtung Sommerbergalm. Der schmale | |||
Pfad zum Spannagelhaus (Wegmarkierung 326) zweigt ungefähr auf halber Strecke zur Alm rechts ab (1, 0:10h). Er ist sehr leicht zu übersehen, also aufgepasst! Nun wandern wir gemächlich auf den Tuxer Ferner zu. Die imposanten Wände der Lärmstange und des Kaserers begrenzen im Westen das Gletscherbecken. Das Gefrorene-Wand-Kees und das Große Riepenkees bilden zusammen die über sechs Quadratkilometer umfassende Fläche des Hintertuxer Gletschers. 110 Meter stark an der tiefsten Stelle und bis zu 1000 Jahre alt ist das Eis, dem wir jetzt entgegenstreben. Zahllose Liftanlagen transportieren die Brettlfans zu jeder Jahreszeit in die Eisregion. Kurz nachdem wir vom Fahrweg abgebogen sind, unterqueren wir als erstes die Tuxer-Joch-Lifte. Etwa 15 Minuten später treffen wir auf die Zufahrtsstraße zum Spannagel- und Tuxer-Ferner-Haus, in die wir rechts einschwenken. Vorbei an gerade erst dem Gletscher entsprungenen Bächen und unter den Anlagen der Kaserer-Lifte und des »Gletscherbus II« erreichen wir das Spannagelhaus (2, 2:00h). Müheloser gelangt man hierher unter Benutzung der letztgenannten Kabinenseilbahn. Hierzu verlassen wir die Fahrstraße zum Tuxer-Joch-Haus nicht, sondern folgen ihr bis zur Sommerbergalm, wo wir uns unter die Skifahrer mischen und mit der 1996 errichteten Bahn zum Tuxer-Ferner-Haus schweben (Betriebszeiten täglich 8:15–16:30 Uhr). Von dort sind es nur wenige Schritte bergab zum Spannagelhaus. | Pfad zum Spannagelhaus (Wegmarkierung 326) zweigt ungefähr auf halber Strecke zur Alm rechts ab (1, 0:10h). Er ist sehr leicht zu übersehen, also aufgepasst! Nun wandern wir gemächlich auf den Tuxer Ferner zu. Die imposanten Wände der Lärmstange und des Kaserers begrenzen im Westen das Gletscherbecken. Das Gefrorene-Wand-Kees und das Große Riepenkees bilden zusammen die über sechs Quadratkilometer umfassende Fläche des Hintertuxer Gletschers. 110 Meter stark an der tiefsten Stelle und bis zu 1000 Jahre alt ist das Eis, dem wir jetzt entgegenstreben. Zahllose Liftanlagen transportieren die Brettlfans zu jeder Jahreszeit in die Eisregion. Kurz nachdem wir vom Fahrweg abgebogen sind, unterqueren wir als erstes die Tuxer-Joch-Lifte. Etwa 15 Minuten später treffen wir auf die Zufahrtsstraße zum Spannagel- und Tuxer-Ferner-Haus, in die wir rechts einschwenken. Vorbei an gerade erst dem Gletscher entsprungenen Bächen und unter den Anlagen der Kaserer-Lifte und des »Gletscherbus II« erreichen wir das Spannagelhaus (2, 2:00h). Müheloser gelangt man hierher unter Benutzung der letztgenannten Kabinenseilbahn. Hierzu verlassen wir die Fahrstraße zum Tuxer-Joch-Haus nicht, sondern folgen ihr bis zur Sommerbergalm, wo wir uns unter die Skifahrer mischen und mit der 1996 errichteten Bahn zum Tuxer-Ferner-Haus schweben (Betriebszeiten täglich 8:15–16:30 Uhr). Von dort sind es nur wenige Schritte bergab zum Spannagelhaus. | ||
Version vom 4. November 2026, 20:33 Uhr
| Tuxerjochhaus → Olpererhütte | |
|---|---|
| Abschnitt | Zentralalpen |
| Strecke | 10 km |
| Aufstieg / Abstieg | ↑ 890 m / ↓ 520 m |
| Gehzeit | 5:30 h |
| Höchster Punkt | Friesenbergscharte |
| Schwierigkeit | mittel |
| Stand: | |
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Überblick
Auf unserem Weg von München nach Venedig passieren wir heute das erste und einzige Mal das ewige Eis der Gletscher, wenn wir mit der Friesenbergscharte (2910m) den höchsten Punkt der gesamten Wegstrecke überschreiten. Besondere technische Schwierigkeiten erwarten uns nicht, daher können wir uns – gutes Wetter vorausgesetzt – auf eine erlebnis- und aussichtsreiche Bergfahrt freuen.
Wegbeschreibung

Nach dem Aufbruch vom Tuxer-Joch-Haus (A) wandern wir nun zunächst auf der Zufahrtsstraße zur Hütte bergab in Richtung Sommerbergalm. Der schmale Pfad zum Spannagelhaus (Wegmarkierung 326) zweigt ungefähr auf halber Strecke zur Alm rechts ab (1, 0:10h). Er ist sehr leicht zu übersehen, also aufgepasst! Nun wandern wir gemächlich auf den Tuxer Ferner zu. Die imposanten Wände der Lärmstange und des Kaserers begrenzen im Westen das Gletscherbecken. Das Gefrorene-Wand-Kees und das Große Riepenkees bilden zusammen die über sechs Quadratkilometer umfassende Fläche des Hintertuxer Gletschers. 110 Meter stark an der tiefsten Stelle und bis zu 1000 Jahre alt ist das Eis, dem wir jetzt entgegenstreben. Zahllose Liftanlagen transportieren die Brettlfans zu jeder Jahreszeit in die Eisregion. Kurz nachdem wir vom Fahrweg abgebogen sind, unterqueren wir als erstes die Tuxer-Joch-Lifte. Etwa 15 Minuten später treffen wir auf die Zufahrtsstraße zum Spannagel- und Tuxer-Ferner-Haus, in die wir rechts einschwenken. Vorbei an gerade erst dem Gletscher entsprungenen Bächen und unter den Anlagen der Kaserer-Lifte und des »Gletscherbus II« erreichen wir das Spannagelhaus (2, 2:00h). Müheloser gelangt man hierher unter Benutzung der letztgenannten Kabinenseilbahn. Hierzu verlassen wir die Fahrstraße zum Tuxer-Joch-Haus nicht, sondern folgen ihr bis zur Sommerbergalm, wo wir uns unter die Skifahrer mischen und mit der 1996 errichteten Bahn zum Tuxer-Ferner-Haus schweben (Betriebszeiten täglich 8:15–16:30 Uhr). Von dort sind es nur wenige Schritte bergab zum Spannagelhaus.
Das alte Alpenvereinshaus, das einmal hier stand, existiert nicht mehr. Es fiel dem Profitstreben des Pistenbetreibers zum Opfer. Statt dessen wurde eine typische Pistenhütte errichtet, wie man sie überall finden kann.
Vom Spannagelhaus aus führt ein mit der Markierung 526 inzwischen sehr gut bezeichneter Weg zur Friesenbergscharte. Dennoch kann der an sich unschwierige Aufstieg durch die weitläufigen Urgesteinshalden bei schlechten Wetterverhältnissen oder wenn die roten Wegzeichen auf Blockwerk und Geröll durch Neuschnee verdeckt sind, zu einem gefährlichen Unterfangen werden. Insbesondere allein gehenden Wanderern raten die Hüttenwirte unter solchen Umständen häufig von der Begehung ab.
Bald nach dem Schutzhaus queren wir auf einer kleinen Brücke einen Gletscherbach. Im ersten Wegteil geht’s über Blockwerk eher gemütlich bergan, später stapfen wir über Geröll hinauf zur Scharte. Der gerade mannsbreite Durchschlupf zwischen den steilen Felszacken ist mit dem Auge kaum auszumachen, zur Orientierung wurde daher ein Markierungspfosten in den Schartendurchgang gesetzt. Am Scheitelpunkt der Friesenbergscharte (3, 3:30#h) angekommen, öffnet sich uns ein neuer, entzückender Ausblick. Wie ein Auge in der Landschaft schaut der Friesenbergsee neben der kleinen Berghütte herauf. Dahinter erstrecken sich zu beiden Seiten des Greinerkammes die tiefen Furchen des Zemmgrundes und des Schlegeisgrundes.
Der Abstieg auf der anderen Seite beginnt steil und ist mit Klammern und Drahtseilen versehen, doch haben wir dieses Teilstück bereits nach wenigen Minuten hinter uns gebracht. Bei der Weggabelung (4, 4:15h), auf die wir nun unweit der Scharte treffen, hielten sich die Venedigwanderer früher mehrheitlich links Richtung Friesenberghaus. Anschließend stieg man zum Schlegeisspeicher und der Dominikushütte ab. Da aber mittlerweile ein neuer, gut angelegter Weg von der Olpererhütte hinüber zum Pfitscherjoch führt, ist es wesentlich günstiger, die Olpererhütte (E, 5:30h) als Nachtquartier anzusteuern. Diese sehr schöne Hütte ist allerdings oft überfüllt und vorherige telefonische Reservierung daher ratsam.
Wir biegen nun also an der Weggabelung rechts ab und fädeln wenig später auf den Berliner Höhenweg ein. Dieser leitet uns ohne große Höhenunterschiede durch den Südosthang unterhalb der Gefrorenen-Wand-Spitzen zur Olpererhütte. Wir beschließen den Tag auf der herrlichen Aussichtsterrasse der Schutzhauses, ein Logenplatz mit bester Aussicht in die Gletscherwelt zwischen Größem Möseler und Hochfeiler.
Variante über die „klassische Route“: Mit dem Friesenberghaus und der Dominikushütte stehen auf dieser Etappe alternative Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung. Im Falle des Friesenberghauses halten sich Höhen- und Zeitverlust für uns in übersichtlichen Grenzen. Man kann es daher durchaus auch nur für eine Jause ansteuern und hernach Richtung Olperer Hütte weiter wandern (ca. 160 Höhenmeter und 1,2 Kilometer zusätzlich, Weg 526, Berliner Höhenweg). Soll jedoch das Tagesziel der Etappe die Dominikushütte am Schlegeisspeicher sein, so nehmen wir nach kurzer Rast im Friesenberghaus den sehr bequemen und gepflegten Weg 532 und erreichen in weniger als zwei Stunden unser Übernachtungsdomizil. Die alte Hütte musste den Fluten weichen, als der Stausee 1972 fertig gestellt wurde. Bei einem Abendspaziergang zur Staumauer können wir uns anhand der dort aufgestellten Hinweistafeln über technische Details des künstlichen Sees informieren, der ein bisschen an einen norwegischen Fjord erinnert.
Schlüsselstellen und Gefahren
Unterkünfte
| Name | Höhe | Telefon | Geöffnet | Stand |
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Wasser und Einkehr
Varianten und Notabstiege
An- und Abreise
Aktuelle Hinweise
- Monat Jahr: …
Bilder
Karten
Alpenvereinskarte 33, Tuxer Alpen, 1:50.000 (bis kurz hinter Friesenberghaus).